Na endlich: Homosexualität ist heilbar!

Ätsch, reingefallen. Homosexualität ist natürlich nicht heilbar, auch wenn alle achteinhalb Jahre jemand daherkommt und das behauptet. Früher sollen Elektroschocks ja geholfen haben, später waren es Psychopharmaka, zwischendurch behauptet immer mal wieder derdie eine oder anderer Promi, eineneine Homosexuellen allein Kraft der eigenen Sexualität umgedreht und gerettet zu haben (Stichwort: Gesundvögeln). Und jetzt sind es ein paar Psychotherapeuten, die eine Homosexualität weg therapieren wollen.

Da rufen die Homosexuellen natürlich zu recht: »Homophobie! Homophobie!«

Und ich denke so bei mir: »Homophobie? Ist eine Phobie nicht diese berühmte Angststörung? Ja«, denke ich bei mir, denn ich habe eine mittelschwere Arachnophobie (igitt, Spinnen), ich habe konkrete Höhenangst und auch eine unspezifische Furcht vor großen Menschenansammlungen (NPD-Fackelzüge, 1.-Mai-Straßenfeste, Mario-Barth-Rekordversuche in Sportstadien etc.).

Phobien waren in der Menschheitsgeschichte mal ganz wichtig. Der Steinzeitmensch vermied gefährliche und tödliche Situationen, indem er Angst vor ihnen hatte und weglief, etwa, wenn er auf der höchsten Klippe an der Küste stand oder eine giftige Tarantel sah oder wenn er während der Jagd einen Homosexuellen traf, der ihn … äh … ja, was? Totküsste oder in sein Homosexuellen-Dorf verschleppte, auf dass er sich nicht mehr fortpflanzen konnte?

Mittlerweile sind Phobien anerkannte Krankheiten. Also ist Homophobie eine Krankheit. Und auch heilbar. Durch eine Therapie vielleicht (oder Elektroschocks, oder Medikamente, oder Gesundvögeln).

»Nein!«, rufen die Homophoben. »Homophobie ist keine Krankheit!«

Und recht haben sie.

Lasst uns also fortan nicht mehr sagen: »Herr, beispielsweise, Putin ist homophob.« Sondern: »Herr, zum Beispiel, Putin oder auch Pirincci, hasst Schwule und Lesben.«

Und auch der vormals »homophobe« Herr Pirinicci/Putin muss nicht mehr achselzuckend sagen: »Sorry, ich hab Homophobie, das ist eine Krankheit, morgen lass ich mich krankschreiben, dann kann ich auf die Anti-Schwulen-Demo gehen«, sondern: »Leute, ich hasse Schwule (und Lesben). Punkt.« Und wenn der »homophobe« Herr Putin zufällig auch noch Christ sein sollte (der ja Dank Jesus gar nicht mehr hassen kann), dann sagt er einfach: »Schwule (und Lesben) find ich eklig.«

Dann ist wenigstens klar, was der »Homophobe« in Wirklichkeit ist: ein unheilbares Ekel. Punkt.

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