Zehn Wege aus der Jugendgewalt – Ein Thesenpapier

1. Mehr Seniorengewalt!
Warum liest man nicht mal in der Zeitung: »Hauptschüler von Rentnern vermöbelt«? Wozu haben die Alten denn ihre Stöcke und Krücken? Doch nicht zum Spaß! Schluss mit dem Rumgemeckere! Oma und Opa, wehrt euch! Tut was für eure Rente! Die dunkelhäutigen Migrationshintergründler aus den ehemaligen Kolonien wollen Euch Eure Gebisse und Seniorenresidenzen wegnehmen.

2. Generelles Zurückhauen!
Die Gesellschaft ist gefragt, und das sind wir alle. Gewalt ist keine Lösung. Aber keine Gewalt ist auch keine Lösung. Und »Gewalt ist keine Lösung« ist erst recht keine Lösung. Und das viele Gelaber darüber, dass Gewalt keine Lösung sei, sowieso nicht.

3. Leinenpflicht
Kinder und Jugendliche sind in geschlossenen Ortschaften stets angeleint unter Aufsicht eines Erwachsenen zu führen.

4. Rechtschreibreform
Die Begriffe »Gewalt« und »Jugendgewalt« werden aus dem Duden gestrichen. Denn: »Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen« – sagte ja auch schon Ludwig Wittgenstein.

5. Neue Vorbilder
Die alten Geschichten vom Schwarzen Mann oder dem Sandmännchen, das einem die Augen aussticht, sind wirkungslos geworden. Neue müssen her, etwa: »Wenn du nicht artig bist, kommt der Schäublemann und fährt dich mit dem Rollstuhl tot. Woher der weiß, dass du unartig warst? Das sagt ihm der liebe Gott, der sieht alles mit seinen vielen Kameraaugen. Der liebe Gott arbeitet nämlich für den Schäublemann.«

6. Streichelpädagogik
Straffällig gewordene Jugendliche werden mit untherapierbaren Pädophilen zusammengesperrt und so lange gestreichelt, bis sie damit aufhören: Straffällig zu sein. Oder Jugendliche zu sein. Oder zu sein. Gleichzeitig erhalten Pädophile eine verantwortungsvolle Aufgabe zum Wohl der Gemeinschaft.

7. Internieren
Da Eltern sowieso mit der Erziehung überfordert sind und mit Geldverdienen und/oder Warten auf Hartz IV genug zu tun haben, werden die Kinder gleich nach der Geburt interniert. Also ab ins Internat. Vorschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, alles eins. Vormittags Unterricht, nachmittags T-Shirt-Nähen oder Nike-Schuhe kleben. Dann kommen auch die billigen Arbeitsplätze wieder nach Hause, die uns die fiesen, kleinen Asiatenmädchen weggenommen haben.
Nach dem Abitur mit 14 folgen zehn Jahre Bundesfreiwilligendienst an der Waffe inklusive Auslandseinsatz und Fernstudium.

8. Abschieben
Jedes Kind fällt mit Erreichen des zehnten Lebensjahres unter Generalverdacht und wird – ohne lange Fackelzüge – ins Ausland abgeschoben. Da kann es sich dann erstmal nach Herzenslust prügeln und – wenn‘s überlebt hat – mit 25 als billige Arbeitskraft wieder mit vorläufiger Aufenthaltsgenehmigung nach Deutschland importiert werden.

9. Krieg, äh, begrenzter militärischer Konflikt
Hat doch früher auch geklappt. Da hat man die jungen Männer für ein paar Jahre an die Front geschickt und die kamen dann ganz, ganz lieb wieder, wenn Frieden war.

10. Wiedereinführung der Todesstrafe
Und zwar präventiv für alle Jugendliche ab 14. In fünf Jahren spricht dann niemand mehr von Jugendgewalt. Garantiert. Gut, dann spricht auch niemand mehr von Jugend. Und wenn doch, dann kommt der böse Schäublemann und fährt uns alle tot.

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