Islamistischer Terrorismus – jetzt aus eigenem Anbau

Lieber Thomas de Maizière,

ich habe neulich im Radio gehört, dass Sie gewaltbereiten Islamisten den Reisepass entziehen, wenn diese ins Ausland wollen (Afghanistan, Syrien, Irak und so weiter – aber wir wollen ja nicht mit Fingern auf anderen zeigen).

Und jetzt auch noch den Personalausweis.

Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, deshalb wollte ich nochmal nachfragen. Der Plan ist also, gewaltbereite Islamisten den Reisepass abzunehmen, damit diese nicht aus Deutschland ausreisen können. Sie wollen also junge Menschen, die Terroristen sein wollen, nicht aus Deutschland raus lassen. Die sollen also hier bleiben, hier in Deutschland, die gewaltbereiten jungen Menschen mit terroristischen Ambitionen.

Tut mir leid. Ich verstehe es immer noch nicht. Sie, Herr Thomas de Maizière möchten, dass die gewaltbereiten Islamisten hier bleiben?

Wäre es nicht irgendwie besser, wenn wir die gewaltbereiten, jungen Islamisten irgendwie doch raus lassen aus Deutschland und später, wenn sie wiederkommen, nicht wieder, wie soll ich sagen – rein lassen nach Deutschland?

Nur so ne Idee.

Ich stelle mir gerade vor, wie ein gewaltbereiter, junger Islamist, der am Flughafen steht, sich eben einchecken will, und durch die Kontrolle geht. Dann wird ihm der Reisepass weggenommen. Und dann steht er so da, irgendwie überrascht, hilflos, und er stampft mit dem Fuß auf, boxt mit der Faust in die Luft und sagt: »Menno!« Und dann geht er wieder nach Hause und ist traurig.

Traurig, aber geläutert. Sucht sich einen Job, macht vielleicht sein Abi nach und studiert und wird ein gewaltunbereites Mitglied unserer Gesellschaft. Heiratet, kriegt Kinder, zahlt in die Rentenkasse ein.

Aber ich glaub nicht, dass das so sein wird. Ich vermute eher, dieser kleine, gewaltbereite, junge Islamist wird Deutschland immer noch doof finden. Vielleicht noch doofer als ohnehin schon und dann wird er seine terroristischen Anschläge irgendwie bei uns machen wollen. Also in Deutschland. Also sozusagen: islamistischer Terrorismus aus eigenem Anbau. Nur so ne Vermutung meinerseits. Ich kenn mich ja nicht so aus mit Politik.

Mal angenommen, Sie hätten einen 13-jährigen, pyromanisch veranlagten Sohnemann, der in ihrer Nachbarschaft immer wieder Häuser ansteckt. Würden Sie dem Stubenarrest geben? Oder wäre es nicht besser, ihn irgendwie außerhalb ihres Hauses unterzubringen. Im Zelt im Garten. Oder im Luftschutzbunker unter dem Garten. Oder am besten im Luftschutzbunker unter dem Garten des Nachbarn, zusammen mit den anderen pyromanischen Kindern aus der Nachbarschaft.

»Wir wollen nicht, dass aus Deutschland der Terrorismus nach Syrien und in den Irak exportiert wird«, haben Sie gesagt. Und das verstehe ich auch. Das ruiniert so ein bisschen den Ruf im Ausland, wenn wir Terrorismus exportieren. Am Schluss werden wir vielleicht sogar noch Exportweltmeister, wie in so vielen anderen Gebieten.

Waffen zum Beispiel.

Waffen sind natürlich in Ordnung.

Denn nicht Waffen töten Menschen. Menschen töten Menschen.

Meistens mit Waffen.

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