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Bin ich ein Viertel-Nazi?

In ein paar Wochen sind in Berlin Wahlen zum Abgeordnetenhaus. 38 Thesen aus den Wahlprogrammen der antretenden Parteien gilt es zuzustimmen oder abzulehnen.

Ja, ich hab jetzt auch das Wahl-O-Mat-Spiel gemacht (nicht aus Spaß, versteht sich). Sondern, weil alles es machen. Machen ja jetzt alle (und wer selbst einmal möchte – hier, bitte). Und dann posten alle ihr Ergebnis bei Facebook oder Twitter oder Instagram oder wo das noch so geht. Mach ich jetzt auch.

Hier also mein Ergebnis:

Wahl-O-Mat Ergebnis

Zugegeben, es wundert mich kaum. Also die obere Hälfte. Obwohl – die Piraten? Na gut. Die PARTEI? Okay. Gleichauf die Linke und die Grünen. Ja, nun.

Aber die untere Hälfte! Wieso stimmt meine Meinung zu 43% mit der NPD überein? Und immer noch zu 25% mit der AfD? Sollte es nicht wenigstens anders herum sein? Mehr AfD und weniger NPD? Und bin ich jetzt Viertel-Nazi? Soll ich lieber nicht wählen gehen? Oder wenigstens nicht zu oft?

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Lieber Murat Topal,

die Erde ist wahrscheinlich doch eine Scheibe. Warum ich das glaube? Weil im Moment ständig Menschen über den Rand fallen. Vornehmlich über den rechten Rand.

Aber wieso schreibe ich Ihnen dies.

Gestern wollte ich kurz bei Facebook vorbei schauen. Sollte man nicht tun. Ich weiß. Tut mir leid. Aus Gründen, die sich mir nicht vollkommen erschließen, las ich einen Eintrag von Ihnen. Wir sind bei Facebook nicht direkt befreundet, haben aber gemeinsame Bekannte (und ich will jetzt gar nicht davon anfangen, dass jeder Mensch auf Erden jeden anderen über sieben Ecken kennt). Jedenfalls las ich. Ihren Eintrag. Diesen hier: Weiterlesen

Ekel und Abscheu!

Sehr geehrter Herr Gauck,

»Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind, die müssen sich schon ganz schön anstrengen, um dies zu akzeptieren«, haben Sie neulich gesagt, weil Sie es nicht so gut finden, dass der Linke Bodo Ramelow Ministerpräsident von Thüringen wird. Das haben Sie schön gesagt. Weiterlesen

Das Caféhausstipendium

Vor einiger Zeit hat in Berlin ein besonders teures Caféhaus eröffnet. Hier soll sich ein neuer künstlerischer Treffpunkt etablieren – in einer Stadt, wo man in jedem halbwegs gemütlichen Café mindestens zwei Literaten treffen kann und die Tasse Kaffee nicht vier Euro kostet. Weiterlesen

Sein oder nicht sein

Die Frau schaut mich ernst an, als ich die Straße entlang gehe. Fast scheint es, ihre Augen würden mich verfolgen, aber sie ist nur auf einem Plakat drauf. »Ich bin Türkin«, steht neben ihr. Aha, denke ich, die Frau ist Türkin. Sieht man ihr gar nicht an. Sie ist blond, eine blonde Türkin. Ui ui ui, denke ich, da spielt mal wieder jemand ganz geschickt mit Klischees. Weiterlesen